Asti, ein Ausflug in die Vororte: von Asti nach Mombarone

Asti, ein Ausflug in die Vororte: von Asti nach Mombarone

Städtische Routen

Asti, ein Ausflug in die Vororte: von Asti nach Mombarone
Ein Besuch Astis ist auch außerhalb der Stadt möglich, denn der Kreis Asti hat einen weiten Radius von rund 10-15 km, relativ selten für italienische Verhältnisse, und umfasst viele Dörfer und Ortsteile, die einst unabhängig waren und durch die Gründung der Provinz Asti (1935) in die „neue“ Hauptstadt eingemeindet wurden. Die Einwohner Astis nennen diese Orte „Ventine“, was nicht etwa von „venti“, d.h. zwanzig, stammt. Der Begriff leitet sich von dem Wort „vicinia“ ab, das im Mittelalter den kleinsten Siedlungskern bezeichnete. 

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Asti hat also einen Gürtel offenes Land. Wir entwerfen keine gemeinsame Tour für alle „Ventine“, denn sie sind kein organisches System, sondern oft uralte, abgelegene Ansiedlungen.

Eine weitere Route startet an der Piazza Torino. Wir überqueren den Bach Borbore auf der Höhe des Friedhofs und erkunden den grünen, beinahe geheimen Hügel von Vallarone, mitten auf dem Land. Dann fahren wir über die Strada Valle delle Orfane auf die alte Straße nach Alba in Richtung Revigliasco. Wir erreichen das Dorf Variglie, über dem die kleine Burg mit ihrem Wachturm aufragt. Hier wurde am 22. Juni 1615 der Friedensvertrag des Ersten Erbfolgekriegs des Monferrato unterschrieben. Der auf einem Sporn gelegene Ort bietet eine schöne Aussicht.

Die unterhalb gelegenen, großen Bauernhöfe, die so typisch für das Astigiano sind, bezeugen die landwirtschaftliche Bedeutung und den Reichtum des Valle Tanaro.

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Kurz hinter Variglie biegen wir rechts ab nach Vaglierano und die Straße steigt sofort steil an. Wir empfehlen, den Abzweig „Monferrina“ zu nehmen, der euch nach einem kurzen Anstieg direkt auf den Kamm führt und stimmungsvolle Aussichten bietet. Rebzeilen dienen als Einzäunung der Landgüter und die Straße ist gerade breit genug für ein Auto. Am Ende der Straße Monferrina biegen wir links ab und sehen auch schon bald die Umrisse von Vaglierano mitten in den stillen Wäldern, die zum Borbore abfallen.

Wir befinden uns im Tal, das sich von Asti nach San Damiano d’Asti erstreckt und wir nehmen sofort die veränderte Landschaft wahr, die stark an das benachbarte Roero erinnert. Vaglierano liegt auf einer steilen Anhöhe über dem Bach. Eine einzige Straße windet sich an niedrigen Häusern vorbei über den Kamm zur Pfarrkirche. Dann führt sie zwischen den „terrassierten“ Häusern des Ortskerns bergab.

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Von Vaglierano geht es hinab in die Ebene nach Revignano, einem kleinen Bauerndorf zwischen Feldern und dem Bach. Auf den flachen Hügeln stehen vereinzelt große Bauernhöfe, die oft unabhängige Dörfern bilden.

Und genau hierhin, in den Bauernhof Cascina dell’Orto an der Strada Calunga, wurde ein antifaschistischer Professor aus Genua mit seiner Familie evakuiert. Er hieß De André und sein Sohn Fabrizio, unser bester Liedermacher, verbrachte zehn Jahre hier. Die Sehnsucht nach diesem ländlichen Winkel trug er stets im Herzen.

Von Revignano können wir über die Staatsstraße 10 nach Asti zurückkehren, vorbei am historischen Ortsteil Palucco, heute ein einfaches Straßendorf. Oder wir nehmen die Staatsstraße 10 in Richtung Turin, vorbei an den Häusern von Bramairate, und biegen rechts ab nach Valleandona.

Es handelt sich um ein besonderes Naturschutzgebiet, das das liebliche, kleine Tal zu einem Paradies für Geologen und Paläontologen gemacht hat. Meeresfossilien, die in diesen Hügeln reichlich vorkommen, beweisen die Existenz eines Meeres vor rund 5 Millionen Jahren, und das Schutzgebiet hat das Überleben einer reichen Fauna gesichert. 

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Asti, die Festen Häuser von San Martino

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Das wahrscheinlich grünste Tal in der Umgebung der Stadt erstreckt sich über rund 15 Kilometer und der gleichnamige Ortsteil liegt praktisch in der Mitte, zwischen Casabianca und Montegrosso Cinaglio. Wir fahren weiter nach Montegrosso auf der ansteigenden, gewundenen Straße. Der kleine Ort liegt oben über dem Tal und strahlt die klassische ländliche Atmosphäre vergangener Zeiten aus. Die Häuser sind um die Kirche gruppiert, wobei jene im Ort nur ein wenig vornehmer sind als die im Grünen verstreuten.

Wenn wir hingegen von Valleandona nach Casabianca fahren, verlassen wir das Schutzgebiet und tauchen in eine andere landwirtschaftliche Umgebung ein. Hier überwiegen die Weinbauern, aber auch Imker und Obstbauern sind vertreten. Die Landschaft wechselt von bergig zu bäuerlich, mit Gemüsegärten und Obstplantagen, und ist mit Herrensitzen gesprenkelt. Viele Häuser aus dem späten 19. Jahrhundert verzieren mit einem gewissen Hauch verarmten Adels die Hügelkuppen, während überall Reiterhöfe auftauchen. 

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Hinter Casabianca führt die Straße hinab zur Staatsstraße nach Chivasso, eine der weniger befahrenen, dafür sehr aussichtsreichen Staatstraßen Astis, in die wir links einbiegen. Der erste Hügel, der sich zu unserer Rechten erhebt, ist der von Viatosto. Auf der linken Seite ragt Sessant auf, ein kleines, enges Dorf, das über das weite Tal wacht. Wir können durch die lieblichen Viertel des Orts bummeln, mit einem Abstecher nach San Grato oder Bersaglio, oder weiterfahren nach Serravalle, das einst auf der anderen Seite des Bachs Rilate lag, dann aber im 16. Jahrhundert nach einer fürchterlichen Pestepidemie auf dieser Seite wiederaufgebaut wurde. Geblieben ist die Friedhofskapelle aus dem 14. Jahrhundert. In Serravalle steht das Schloss Belvedere.

Hinter Serravalle geht es ins schöne Val Rilate und zu unserer letzten Etappe: Mombarone, eine der schönsten Überraschungen unserer Route. Mombarone liegt gegenüber von Settime, mit dem es einst ein Lehen der Roero war. Auch Mombarone hat ein Schloss, das in eine Art Jagdschlösschen umgewandelt wurde. Der Ort hat eine lange Tradition als Landsitz.

Zu seinen Mitbürgern zählen einige der berühmtesten Künstler des Astigiano: Giovanni Pastrone, Genie der frühen Filmindustrie, Secondo Pia, Bürgermeister von Asti und Pionier der Fotografie, der als erster das Heilige Grabtuch ablichtete und im Schloss selbst wohnte, und Carlo Franco, ein weiterer, großer Fotograf und Schüler und Kollege des Pia.

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In Mombarone befindet sich auch das seltsame Höhlenhaus, eine schlichte Behausung, die im 18. Jahrhundert in den weichen, gelben Tuff gegraben und bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts bewohnt wurde, eine echte Perle der bäuerlichen Geschichte.

Hier führen nun alle Straßen durch eine intakte, bäuerliche Landschaft, sowohl in Richtung Valmonasca als auch nach Valdeperno.

Text von Pietro Giovannini
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