Die Reise beginnt dort, wo die Leidenschaft für guten Geschmack zu Hause ist.
Ausgangspunkt ist Bra, die Stadt, in der die Slow-Food-Bewegung gegründet wurde. Bevor es hinaus ins Grüne geht, lohnt es sich, die barocke Atmosphäre der Stadt und ihre Museen zu entdecken. Vom Stadtzentrum aus führt der Weg durch die Wälder von America dei Boschi und Saliceto in Richtung Sommariva Perno, einst Standort des Jagdsitzes der „Bela Rosin“.
Anschließend verläuft die Route durch Eichen- und Kastanienwälder nach Baldissero d’Alba, überragt vom Schloss der Colonna, und weiter nach Montaldo Roero mit seinem mächtigen mittelalterlichen Turm. Er ist das Wahrzeichen eines Ortes zwischen zwei Welten: den wilden Rocche und den sorgfältig gepflegten Weinbergen.
Zwischen Baumriesen und Freilichtmuseen.
Diese Etappe ist eine Hommage an die monumentale Kraft der Natur. Von Monteu Roero schlängelt sich der Weg durch Haselnusshaine bis zur „Castagna Granda“, einem jahrhundertealten Kastanienriesen. Danach erreicht man Santo Stefano Roero, wo die spektakulären Formationen der Rocche das Ortsbild prägen. Weiter geht es nach Montà, vorbei am malerischen Santuario dei Piloni, einem kleinen, von Natur umgebenen Wallfahrtskomplex. Die Route führt weiter nach Canale, ins Herz des Roero mit seinem Schloss Malabaila. Hier kann man unter den Arkaden spazieren und in der Regionalen Vinothek einkehren, bevor es nach Cisterna d’Asti geht. In der mächtigen mittelalterlichen Burg dieses befestigten Dorfes befindet sich das Museum der Künste und Handwerke vergangener Zeiten mit originalgetreu rekonstruierten historischen Werkstätten.
Auf den Spuren der Geschichte und zu königlichen Residenzen.
Von Cisterna führt der Weg hinab zur kleinen Kirche der Heiligen Gervasio und Protasio, die mit der Legende vom Durchzug des Heeres Friedrich Barbarossas verbunden ist. Danach taucht die Route in ein natürliches Amphitheater aus Weinbergen ein. Sie führt durch San Damiano d’Asti, ein besonders schönes Beispiel einer mittelalterlichen „Villa Nuova“ im Gebiet von Asti, mit schachbrettartigem Grundriss und einer zentralen, von Arkaden gesäumten Straße. Weiter geht es nach San Martino Alfieri, wo Schloss und Big Bench zu den Sehenswürdigkeiten zählen. Die Etappe endet in Govone, das hoch über dem Tanaro-Tal thront. Sein Königliches Schloss ist eine prachtvolle Residenz des Hauses Savoyen, seit 1997 Teil des UNESCO-Welterbes und einst beliebter Sommersitz von König Karl Felix von Savoyen.
Zwischen barocken Residenzen, Landschaftsmuseen und atemberaubenden Panoramen.
Von Govone führt die Route zum „Ponte del Re“, einem Ortsnamen, der auf Infrastrukturmaßnahmen zurückgeht, die von König Karl Felix von Savoyen veranlasst wurden. Der Weg erreicht Priocca, das von der imposanten neugotischen Pfarrkirche überragt wird, und verläuft anschließend über einen aussichtsreichen Höhenzug mit herrlichen Blicken über das Tanaro-Tal und die Langhe. Danach gelangt man nach Magliano Alfieri. In seinem mächtigen Barockschloss befinden sich zwei außergewöhnliche Museen: das Museum der Gipsdecken und das „Teatro del Paesaggio“, das Landschaftstheater, in dem sich die Geschichte und Identität dieser Region auf besondere Weise erschließen. Die Route führt weiter nach Castellinaldo, das als der am dichtesten mit Weinbergen bedeckte Ort des Roero gilt, und anschließend durch Castagnito. Die Etappe endet in Guarene, einem eleganten Dorf auf der Hügelkuppe. Auf dem aussichtsreichen Hügel San Licerio tritt der Kunstpark der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in einen harmonischen Dialog mit der umgebenden Natur.
Wo die Geologie von Jahrtausenden erzählt.
Vom malerischen Aussichtspunkt „Poggiolo“ in Guarene führt die Route nach Vezza d’Alba, das für die Madernassa-Birne und sein Naturkundemuseum bekannt ist. Dort lassen sich die geologische Geschichte des Gebietes und seine Tierwelt entdecken. Auf dem „Sentiero del Tasso“ führt der Weg weiter durch wilde Landschaften und von Weinbergen gesäumte Amphitheater, vorbei an Piobesi d’Alba und anschließend nach Corneliano, dessen unverwechselbarer zehneckiger Turm weithin sichtbar über dem Ort aufragt. Nach dem Heiligtum Madonna Assunta in Castellero erreicht man das Gebiet von Monticello d’Alba, ein mittelalterliches Dorf, das vom majestätischen Schloss der Grafen Roero beherrscht wird – eine der am besten erhaltenen Burganlagen des Piemont.
Ein großes Finale zwischen Legenden der „Masche“ und der Rückkehr zum Ausgangspunkt.
Die letzte Etappe vereint Geschichte und Volkskultur. Von Monticello führt die Route nach Santa Vittoria d’Alba, dessen unverwechselbare Silhouette hoch auf dem Felsen liegt. Besonders sehenswert ist der faszinierende Freskenzyklus aus dem 15. Jahrhundert in der Confraternita di San Francesco. Unterwegs begegnet man dem geheimnisvollen „Turriglio“ von Cinzano, einem Zeugnis der Romanisierung dieses Gebietes. Danach taucht der Weg in die spektakulären Rocche von Pocapaglia ein, eine Landschaft voller Legenden um die „Masche“, die geheimnisvollen Hexengestalten der piemontesischen Volkstradition. Hier befindet sich auch der eindrucksvolle Bric d’la Masca Micilina. Nach den letzten atemberaubenden Ausblicken führt die Route hinab zur Kirche San Michele Arcangelo und schließlich zurück nach Bra. Damit schließt sich dieser eindrucksvolle Rundweg durch Geschichte, Natur und lokale Traditionen.
BITTE BEACHTEN: Die Verantwortung für die Erhaltung und Nutzbarkeit der verschiedenen Wanderwege liegt bei den Gemeinden, in denen sich die Routen befinden. Das Fremdenverkehrsamt kann daher nicht für eventuelle Unzulänglichkeiten verantwortlich gemacht werden, ist aber gerne bereit, Ihre Meldungen entgegenzunehmen, um sie an die zuständigen Institutionen weiterzuleiten.