Das weiße und das rote Alba.

Der Ruf des am rechten Ufer des Flusses Tanaro gelegenen Städtchens ist größer als seine Ausmaße: wenig mehr als 30.000 Einwohner, die in einer Art großem Salon versammelt sind, wo jeder jeden kennt. Alba zählt zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität des Bel Paese. Daher ist es kein Zufall, dass die Stadt 2017 als Kreative Stadt der Gastronomie der UNESCO ausgezeichnet wurde.

Alba heißt „weiße“ Stadt, da die Römer den ursprünglich keltoligurischen Begriff alb=Wasser in das ähnlich klingende lateinische Wort albus=weiß (aber auch getüncht, günstig, hell, heiter) umwandelten, von dem dann das italienische Wort „alba“ abgeleitet wurde, das „Sonnenaufgang“ bedeutet. Alba ist auch eine „rote Stadt“ aus Porphyr, Dachpfannen und Ziegeln, ganz mittelalterlich, ganz piemontesisch. Alba ist auch „weiß“ wegen seiner Priester und Nonnen. Die uralte Diözese erstreckte sich über die tausend Hügel bis hinauf zu den ligurischen Pässen. Der Bischof Luigi Maria Grassi war ein Held der Widerstandsbewegung und Alba ist daher auch „rot“ wie die Partisanen und Denker und bekam die Goldene Tapferkeitsmedaille, da die Stadt sich 1944 vom Faschismus befreite und für 23 Tage eine flüchtige, aber bedeutende Freie Republik war. Alba ist rot und weiß wie seine berühmten Weine, wie das rote, rohe Kalbsfleisch des Fassone-Rinds und die weiße Tuber Magnatum Pico, weltweit als weiße Trüffel von Alba bekannt, eine einzigartige Verbindung.

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Noch vor knapp einhundert Jahren war Alba nicht mehr als ein großes Dorf im Tal, hinter dem die ärmsten Hügel des Piemonts aufragten. Doch eine einzigartige Generation zäher, ehrgeiziger und außergewöhnlich begabter Männer wirkten ein Wunder: Giacomo Morra, der 1929 die Trüffelmesse erfand, Michele Ferrero, der Vater des Nutella, der Kapitalismus mit Humanität verband, die Gebrüder Miroglio, seit vier Generationen im Textilgewerbe, das die Langa mit Arbeit versorgte, die Stroppiana, deren Marke „Mondo“ bei jeder Olympiade auftaucht, die Apotheker Luciano De Giacomi, aus dessen Familie das schönste Kochbuch des Piemonts, „Nonna Genia“, stammt, und Giacomo Oddero, dessen Werk alle großen DOC-Weine der Langhe sind.

Und dann sind da noch die Schriftsteller Beppe Fenoglio und Cesare Pavese, die die Poesie in diese Hügel brachten, und der anarchische und instinktive Maler Pinot Gallizio.

 

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