Monferrato - Trekking - Vezzolano

Von Asti nach Vezzolano: Mythen, Legenden, Pfarrkirchen und Burgen

Dem Alltag den Rücken kehren und sich zwischen Visionen, Legenden und Stille verlieren, um dann bei jedem Schritt den Blick über all das Grün schweifen zu lassen, das die Natur uns in diesem Winkel des Monferrato schenkt: Diese Route macht dich zum Reisenden in Zeit und Raum. Denn was du hier vorfindest, ist zum Teil seit Jahrhunderten unverändert geblieben und so erblickten es auch die Pilger, die im Mittelalter auf diesem Abschnitt der Frankenstraße unterwegs waren.

Los geht es in Asti, von der imaginären „Strandpromenade“ der Einheimischen. Jede Stadt hat einen Punkt, an dem man sich trifft und meditiert und die Einwohner Astis kommen hierher zur kleinen romanisch-gotischen Kirche von Viatosto. Ein origineller Name, nicht wahr? Der Legende nach stammt er vom wundersamen Ende der Pest im Jahr 1340 in Asti, die sich schnell (tosto) verzog (aya), zuerst von dieser Anhöhe und dann aus der ganzen Stadt.

Du wirst versucht sein, hier zu bleiben, um die Berge zu betrachten, die sich am Horizont abzeichnen, aber die Route ist noch sehr lang, also nimm die Karte zur Hand und setze den Weg fort. Es sind noch 39 km bis zum Ziel, laut der offiziellen Route des italienischen Alpenvereins CAI.

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Den Hinweisschildern folgend geht es über die Schienen der alten Eisenbahnlinie Asti – Chivasso und dann ein kurzes Stück über die stark befahrene Provinzstraße SP 458 zum Ortsteil Sessant. Weiter geht es auf der asphaltierten und wenig befahrenen Kammstraße durch Wälder, in denen hier und da Wohnhäuser und Bauernhöfe auftauchen. Dir werden die vielen Robinien auffallen, in denen es summt und lebhaft wimmelt: Hier wird einer der besten Honige der Gegend erzeugt.

Du erreichst den Ortsteil San Grato. Auf dem kleinen Hauptplatz empfängt dich die kleine ehemalige Grundschule aus roten Ziegelsteinen. Wenn du den Blick hebst, entdeckst du die Kapelle San Grato e Santa Lucia aus dem späten 17. Jahrhundert.

Weiter geht es geradeaus über den Kamm. Du folgst den Hinweisschildern nach Settime: Nach dem letzten Haus wird die Straße zur Schotterpiste. Die Route führt an dem geologischen Schutzgebiet Valleandona-Valle Botto vorbei, das für seine Fossilienfunde berühmt ist. Es geht bergab und es bietet sich eine Rast am kleinen Peschiera-See an. Die Gemeinde Settime mit ihrem charakteristischen Schloss in Hufeisenform lässt du rechts liegen.

Ein guter Rat: Nimm dir Zeit! Es geht von einem Tal hinüber ins nächste, über Kämme und Ebenen, du triffst auf romanische Pfarrkirchen, Schlösser und kleine Dörfer und alles ist einen Blick wert. Du wirst dich wundern, wie viel Geschichte diese Orte zu erzählen haben. Du erreichst zum Beispiel Cortazzone, wo der Besuch der kleinen, romanischen Kirche San Secondo ein absolutes Muss ist. Dieses bewundernswerte Juwel steht auf einer Anhöhe, während du die Kirche San Giorgio nur findest, wenn du einen Blick auf den Friedhof von Bagnasco, einem Ortsteil von Montafia, wirfst.

Die Hügel erzählen von Menschen, Kriegen, Pilgerreisen und Heiligen. Auf der Kuppe, die sich im Ortsteil Morialdo am Horizont abzeichnet und Colle Don Bosco heißt, lebte der Begründer des Salesianerordens, der Heilige Giovanni Bosco. Hier hatte er im Alter von nur neun Jahren im Traum eine Erscheinung und empfing die Berufung für seine zukünftige Mission: sich um die Jugend kümmern. Diese Mission wird heute in seinem Namen in der ganzen Welt fortgesetzt.

Den Zauber dieser Hügel, wir werden nicht müde, es zu wiederholen, verinnerlicht man ohne Eile: Von der Kuppe bis zum Zielort hast du noch dreieinhalb Stunden Weg vor dir. Erst dann hast du die Chorherrenkirche Santa Maria di Vezzolano erreicht, ein romanisch-gotisches Juwel mitten im Grünen eines abgelegenen und stillen kleinen Tals, wo Geschichte und Mythen eins werden.

Eine Legende erzählt von Erdrutschen, die die weiter oberhalb erbaute Kirche an diesen Platz versetzt hätten, was als göttliches Zeichen gedeutet wurde. Eine zweite Legende behauptet, dass die Kirche auf Wunsch Karl des Großen erbaut wurde, der in den Wäldern von Albugnano auf der Jagd war, Halluzinationen bekam und Geister sah. Eine dritte Legende führt den Bau auf Karl VIII, König von Frankreich, zurück, der erkrankte und von den Chorherren des Ortes mit einer wundersamen Soße auf Knoblauch- und Sardellenbasis geheilt wurde. Diese sogenannte „Bagnacauda dell’Abate (Heiße Soße des Abts)“ ist ein traditionelles lokales Gericht, das auch heute noch in den besten Trattorien der Gegend angeboten wird, selbstverständlich zusammen mit den Weinen des Gebiets, allen voran dem Freisa d’Asti.

DURCHQUERTE GEBIETE

Monferrato

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ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Abfahrt
Asti
Via Ugo Foscolo
14100
Italien
Ankunft
Albugnano
Strada per Abbazia di Vezzolano
14022
Italien
Typologie
Linear
Distanz
39.7 km
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Geschätzte Zeit
11:00 hours

ZUGÄNGLICHKEIT

Along the way:

Fountains / water points along the trail

Point of interest along the way

Abfahrt:
Asti
Via Ugo Foscolo
14100 Asti
Italien
Ankunft:
Albugnano
Strada per Abbazia di Vezzolano
14022 Asti
Italien

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